Weshalb WordPress 4.9.6 eigentlich 4.10 sein müsste

WordPress 4.9.6 ist für heute Donnerstag angekündigt worden, wurde bisher aber noch nicht veröffentlicht. Weshalb die neue Version von WordPress 4.9.6 eigentlich 4.10 sein müsste erkläre ich euch in den folgenden Zeilen.

Mit der Version 3.7, die vor ziemlich langer Zeit publiziert wurde, hat WordPress den Update-Prozess bei „minor updates“ automatisiert. Dies hat zur Folge, dass von Version 4.9.3 auf 4.9.4 ohne Zutun des Benutzers die Version automatisch aktualisiert wird. Dies ist somit immer der Fall, wenn sich die letzte und somit dritte Ziffer ändert. Eigentlich ja eine gute Sache, da somit veraltete WordPress-Installationen zu einem grossen Teil verhindert werden können. Steht aber ein Update von Version 4.8 auf 4.9. an, funktioniert dies nicht mehr automatisch und muss somit aus Sicherheitsgründen manuell im Backend vorgenommen werden. Vergleiche dazu auch WordPress-Update fehlgeschlagen – was tun?

Und jetzt?

Nun, die Version 4.9.6 enthält einige grössere Änderungen was die DSGVO betrifft. Somit müsste diese Version, nicht nur aus meiner Sicht, eigentlich 4.9.10 heissen, da es sich nicht mehr um ein „kleines“ Update handelt, sondern deine Webseite unter Umständen negativ beeinflussen kann.

Massnahmen

Damit das oben genannten eben nicht passiert, beachte die untenstehenden Tipps.

  1. Stelle sicher, dass du ein aktuelles Backup deiner Website bereit hast und weisst, wie du dieses im Notfall einspielen kannst.
  2. Deaktiviere das Aktualisieren von solchen „Minor Updates“, also eben beispielsweise von Version 4.9.2 auf 4.9.3, manuell im File wp-config.php. Füge diese Zeile Code ein, speichere die Datei und lade diese wieder auf den Webserver hoch:
    define( 'WP_AUTO_UPDATE_CORE', false );

Nun hat WordPress sämtliche DSGVO-relevanten Aspekte in den WordPress-Core, also den Kern des CMS, integriert. Dies ist nicht unbedingt vorteilhaft, den nicht jeder ist zwingend von der DSGVO betroffen. Somit wäre es in diesem Fall vermutlich besser, das ganze als Plugin anzubieten, was WordPress nun aber nicht gemacht hat. Hier gehen die Meinungen somit auseinander.