WordPress 5.0 ist da!

Seit vergangenem Donnerstag, 6. Dezember 2018, ist es soweit und WordPress 5.0 ist da.

09.12.2018

Ich hatte ja bereits in einem früheren Blog-Artikel über die neue Version sowie Gutenberg geschrieben.

Jetzt ist WordPress 5.0 also veröffentlicht worden, mit Verspätung und am Schluss doch ganz plötzlich mit lediglich 2 Tagen Vorlaufzeit von Ankündigung bis zum Release. Ich möchte jedoch anmerken, dass es drei sogenannte „Release Candidates“ gab, was darauf schliessen lässt, dass die neue Major-Version sehr ausführlich getestet worden ist. Einige finden die schnelle Veröffentlichung super, andere eher weniger. In diesem Artikel versuche ich nun die wichtigsten Fragen, die du vermutlich hast, zu beantworten.

Wie weiter mit WordPress 5.0?

Nun, ich persönlich probiere gerne Dinge aus. So auch mit WordPress. Mit einem aktuellen Backup kann nicht viel passieren. Wenn das Update klappt, tiptop. Wenn nicht, habe ich was gelernt und versuche, das Problem zu lösen. Neben dem Backup ist aber auch eine umfassende Vorbereitung hilfreich. Ich habe Fragen wie „Ist das Theme mit der neuen Version kompatibel und falls nicht, gibt es andere Optionen?“ oder „Sind die Plugins mit WordPress 5.0 zu vereinen und was empfehlen deren Hersteller?“ gestellt und mich ausführlich beim Theme-Hersteller sowie Plugins eingelesen, wie es mit der Kompatibilität zu WordPress 5.0 steht.

Beim Theme gab es in meinem Fall noch am selben Tag, also am 6. Dezember, ein Update. Genial, besser gehts nicht. Ich wusste, dass ich entweder den Theme-eigenen Editor zusammen mit dem alten Editor (Classic Editor) nutzen kann oder den Theme-eigenen Editor zusammen mit Gutenberg. Beides ist möglich, beides funktioniert.

Deshalb habe ich mich entgegen der Empfehlungen von Yoast (Bericht in Englisch), WPML (ebenfalls in Englisch), dafür entschieden, diese Website bereits auf WordPress 5.0 zu aktualisieren. Mein Hoster hätte das Update erst im Februar 2019 durchgeführt, einfach um noch genügend Zeit für Tests zu haben und damit weitere Theme- und Plugin-Hersteller noch etwas Luft haben, um die Kompatibilität zur neuen WordPress-Version sicherzustellen.
Übrigens: Der populäre Schweizer Hosting-Anbieter Cyon hat WordPress 5.0 ebenfalls prominent im eigenen Blog erwähnt.

Was meint WordPress bzw. Automattic selber?

Automattic ist das Unternehmen, welches hinter wordpress.com steht. Nicht zu verwechseln mit wordpress.org, welches WordPress zum Download anbietet und dabei zahlreiche Gratis-Themes sowie Plugins zur Verfügung stellt.

Nur einen Tag nach der Veröffentlichung von WordPress 5.0 fand in Nashville, USA, der grösste diesjährige WordPress-Event in Nordamerika statt. Das WordCamp US vom 7. – 9. Dezember stand ganz im Zeichen der neuen Version sowie des neuen Editors. Ich war ja selber dieses Jahr an zwei WordCamps, demjenigen in Belgrad (WordCamp Europe) sowie demjenigen in Würzburg, an dem ich ebenfalls selber einen Vortrag zu SEO on page halten durfte.

Wie es die Tradition möchte, hat Matt Mullenweg, einer der Gründer von WordPress, zum Schluss des Events mit dem sogenannten „State of the Word“ in die Vergangenheit geschaut, die Gegenwart thematisiert aber auch einen Blick in die Zukunft von WordPress gewagt. Ich war selber nicht vor Ort, konnte es aber via Livestream verfolgen. Sein Vortrag dauert rund 90 Minuten und ist bei YouTube abrufbar.

Zusammenfassung des State of the Word

Falls du nun nicht 90 Minuten investieren möchtest, um dir das ganze anzusehen, fasse ich im folgenden die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte zusammen:

  • Rund 32.5% des Webs nutzt WordPress, dies entspricht also sozusagen einem Betriebssystem im Internet.
  • Gutenberg wird in drei Phasen entwickelt und weiterentwickelt. Momentan befinden wir uns in Phase 1, welche mit WordPress 5.0 veröffentlicht wurde. Derzeit nutzen bereits rund 1.2 Millionen Websites den Gutenberg-Editor.
  • Im Jahr 2018 wurde WordPress auf den Endgeräten wie folgt benutzt: rund 53% via Desktop, 44% auf dem Smartphone und lediglich 3% auf dem Tablet.
  • Phase 2 und 3 von Gutenberg sollen dabei nicht nur den Haupt-Teil einer Website (den Body) behandeln, sondern auch Widgets, Header, Footer, usw.
  • Auch sehr interessant: Ab 2020 möchte WordPress selber einen offiziellen Weg ohne Plugin bieten, um eine Website mehrsprachig aufbauen zu können. Es wird spannend zu sehen sein, was dann mit den Plugins wie WPML oder Polylang geschehen wird.
  • Die WordPress-Version 4.9 wurde rund 173 Millionen mal heruntergeladen, wobei etwa 68% aller WordPress-Websites mit der Version 4.9.x unterwegs sind.
  • Bis heute wurde WordPress 5.0 bereits über 3 Millionen mal heruntergeladen. Dies drei Tage nach Veröffentlichung. Zum Vergleich: Beim Release der Version 4.7 waren es weniger Downloads nach drei Tagen.
  • Die folgende Grafik hat beim Publikum vor Ort für grossen Applaus gesorgt. Dem kann ich nur beipflichten. HTTPS/SSL ist unglaublich wichtig. Es ist toll, dass zahlreiche Hoster Let’s Encrypt unterstützen und damit die Verschlüsselung der Website gratis anbieten.
WordPress 5.0

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